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Der Tod ist schon immer ein stetiger Begleiter in der Geschichte der Videospiele.
Egal ob es einen Begleiter, den Charakter selbst oder den Widersacher trifft, jeder Tod ist schon einmal passiert und wurde unterschiedlich dramatisch inszeniert.
Manche Entwicklern gelingt es den Tod gut zu Inszenieren und manchen gelingt es weniger gut.
In diesem Beitrag möchte ich speziell auf einen Heldentot eingehen, der meiner Meinung nach einer der am besten Inszenierten tode in der Videospiel Geschichte ist.

Auch wenn das Spiel schon vor 10 Jahren erschienen ist möchte ich jetzt eine Spoiler Warnung aussprechen.
Es geht um Final Fantasy 7: Crisis Core.

Crisis Core ist die Vorgeschichte zum Ursprünglich, 11 Jahre vorher erschienenen siebten Final Fantasy Teil.
Wie in einem Final Fantasy typisch ist die Geschichte sehr gut und auch sehr emotional, nicht nur weil man sich während des Durchspielen von dem ein oder anderen Charakter trennen muss.
Zum Beispiel wäre da der Tod von Angeal, der Mentor des Protagonisten. Den wir leider selbst töten müssen, da dieser sich Verwandelt hat und die Kontrolle über sich verlor. 
Dies geschieht ziemlich zu beginn und nimmt einen sehr mit, da die Bindung der beiden zu einander sehr eng war.
Doch dieser Tod ist nicht der Grund warum gerade Crisis Core mir im Kopf geblieben ist.

Ok ok, langer Rede gar kein Sinn, es geht natürlich um den Tot von Zack, dem Protagonisten.
Er stellt sich alleine einer Armee von Soldaten um Cloud zu beschützen und wird dabei in einem Kugelhagel nieder gestreckt.
Falls ihr Crisis Core nie gespielt habt, könnt ihr das in Videoform auf YouTube nach holen.
Lest euch bitte vorher erst den Beitrag dazu durch damit ihr auch einiges an Hintergrund Infos bekommt und auf die Merkmale achten könnt die ich erwahne.
Den Link zum Video füge ich zum Schluss mit an.

Hier meine Gründe:

Final Fantasy 7 als Grundwissen.

Normalerweise funktionieren Prequils nicht so gut, da man meistens weiß worauf der Spielverlauf hinaus laufen wird.
Ähnlich waren die Vermutungen von vielen bei Crisis Core, da man durch FF7 schon wusste, dass Zack sterben wird.
Durch dieses Wissen im Vorfeld machte es mir jede Handlung im Spiel umso schwieriger, da ich bereits wusste, Zack wird sterben und ich kann es einfach nicht verhindern.
Als ich das erste mal auf Sephiroth traf, rutschte mir das Herz in die Hose da ich wusste, er wird irgendwann durchdrehen. Was ich wiederum noch weniger Verhindern kann. 
Das ich mit ihm Seite an Seite kämpfe, machte das ganze nicht wirklich besser.
Als ich dann das erste mal auf Cloud, dem Protagonisten aus FF7 treffe, wurde mir bewusst, dass es langsam ernst werden würde.
Es folgen einige Storyverläufe die mir noch aus FF7 bekannt vor kamen und so langsam schmälerte mir der Gedanke, dass ich mich langsam auf das Ende zu bewegte. Gänsehaut.
Bis es dann soweit war.

Die Musik, die das ganze noch schwerer machte.

Ein guter Soundtrack in Spielen ist nichts besonderes. Doch hier ist er so Stimmig und passend zu jeder Situation. 
Selbst am Ende, wenn alles vorbei ist schafft es der Soundtrack, dir mindesten Gänsehaut oder sogar ein paar Tränen zu verpassen.
Während des letzten Gefechtes läuft „The Price of Freedom“ in der Dauerschleife. Der Name sagt alles.
Generell ändert sich der Soundtrack auch, wenn sich die Situation ändert und einige Charaktere bekommen sogar ihr eigenes Theme.

Eine Gameplay Mechanik, gemacht für das Ende.

Die Entwickler haben eine Mechanik eingebaut, die viel Fans am Anfang sauer aufstoßen lies.
Es geht um die Slot Machine Mechanik.
Kurz Erklärt, Du hast im HUD eine Art Einarmiger Bandit, welcher ganz Zufällig, wenn drei gleiche Bilder eingeloggt werden, einen spezial Angriff aktivieren.
Der Kniff. Im laufe des Spiels lernt man verschiedene Charaktere kennen. Von diesen Charakteren werden dann Bilder in dieser Slot Machine gespeichert. 
Jeder Charakter bringt andere spezial Angriffe mit sich.
Im letzten Gefecht von Zack ändert sich diese Mechanik leicht. Bei einem kritischen Treffer stirbt er nicht, stattdessen aktiviert sich die Slot Machine und es werden drei verschiedene Charakter ausgewählt.
Ein kurzer Clip, mit Erinnerungen an diesen Charakteren wird gezeigt. Daraufhin löst sich der Clip, wie bei einem alten Film auf und verschwindet.
Die Bilder der Charaktere sind nun auch in der Slot Machine verschwunden.
Das Spiel zeigt dir auf sehr emotionaler Art, wie Zack langsam stirbt und die Erinnerungen an den Charakteren, die er getroffen hat mit ihm sterben.
Als Zack endgültig erschossen wird ist nur noch ein Charakter in der Slot Machine übrig. 
Aerith – Die geliebte von Zack.
Bild eins und zwei, der Slot Machine loggen sich ein. Bild drei hängt, symbolisch als letzter Atemzug von Zack der sich immernoch wehrt.
Bis sich dann doch das Bild einloggt und die letzte Erinnerung verblasst. Abschlusssequenz.

Square Enix hat damit für mich eines der besten Videospieltote abgeliefert von einem Charakter, bei dem ich von Anfang an wusste, dass dieser Sterben wird.
Trotz alle dem schafften Sie es, dass mich der Tot mitgenommen hat wie kein anderer.

Wie versprochen hier der Link – https://www.youtube.com/watch?v=CI_Vje1VprI

Those wings… I want them too!

 

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