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Es ist Dienstag, der 5. Mai. Der bayrische Ministerpräsident Söder hat gerade eine Coronapressekonferenz gehalten und Änderungen der momentanen Situation bekannt gegeben.
Vor ca. 3 Wochen habe ich bereits begonnen diesen Beitrag zu schreiben und habe ihn immer wieder verändert und umgeschrieben.
Mit den aktuellen Änderungen von Herrn Söder ändert sich wieder vieles, was mich dazu veranlasst diesen Beitrag noch einmal zu überarbeiten.
Schon allein dadurch sollte klar sein wie schwer diese Zeit ist und wie komplex vor allem das Thema ist.
Vermutlich wird dieser Beitrag, aufgrund der Änderungen deutlich kürzer ausfallen.

Wie ist die Lage?

Stand der Dinge ist, dass die Ausgangsbeschränkung in eine Kontaktbeschränkung geändert wird. Das geht natürlich nur, indem man gewisse Regeln aufstellt, an die es sich zu halten gilt.
Ich möchte da gar nicht weiter ins Detail gehen, da es mir nicht möglich ist alles korrekt und sauber wiederzugeben. Wer möchte, kann sich dazu hier informieren: https://www.infranken.de/ueberregional/bayern/corona-bayern-das-aendert-sich-jetzt;art179,4981190
Jedenfalls wird damit in den nächsten Wochen und Monaten, das Leben nach und nach wieder hochgefahren und zu fast gewohntem Zustand zurückkehren.
Es gelten aber immer noch Mund- und Nasenschutz Pflicht sowie die 1,5 Meter Abstandsregelung und Hygienemaßnahmen.

Wie war für mich die Zeit?

Die Ausgangsbeschränkungen waren für mich relativ einfach zu bewältigen. 
Social Distancing war nicht besonders schwierig, da ich ohnehin viele Kontakte über das Internet pflege. Meine Projekte wurden davon kaum beeinflusst, da ich alles über das Internet weiterhin ausführen konnte.
Anders bei den Messen und Veranstaltungen, die abgesagt wurden. Auf die hatte ich mich sehr gefreut und hätte ich auch sehr gut für die laufenden Projekte nutzen können.
Zudem habe ich noch das Privileg mit meiner Schwester und Mutter in einem Haus zu wohnen und wir uns dadurch trotzdem sehen konnten.
Einkaufen war und ist immer noch eine unangenehme Sache. Durch die Mund- und Nasenschutzpflicht, die seit einer Woche gilt, wurde es etwas ertragbarer.
Es ist einfach nicht wirklich möglich zu jeder Zeit 1,5 Meter Abstand einzuhalten und somit bestand immer die Gefahr und das ungute Gefühl jemanden zu gefährden.
Gerade bei mir waren auch immer noch sehr viele ältere Menschen einkaufen.

Alles in allem bin ich sehr gut damit zurechtgekommen, im Gegensatz zur Herausforderung der Gesellschaft selbst.

Corona und die Bevölkerung

Während Videos im Netz geteilt werden die von Wissenschaftlern, wie dem Robert-Koch-Institut erstellt wurden oder die auf kreative Art und Weise die guten Seiten des Coronavirus gezeigt haben, werden auch haufenweise Verschwörungstheorien im Netz verbreitet.
Diese Theorien haben sich in den letzten Wochen regelrecht überschlagen und werden immer lauter.
Von Theorien darüber, dass es den Virus nicht gibt und er erfunden sei, bis zu Theorien von Kindern, die von Reichen festgehalten wurden und jetzt befreit, in den Krankenhäusern untergebracht werden.
Hierzu möchte ich bewusst keine Quelle angeben, da ich die Verbreitung dieser Theorien nicht unterstützen möchte.

Verschwörungstheoretiker habe ich immer eher belächelt und ignoriert, da ich davon einfach nichts halte und sie für mich keinen Sinn ergeben haben.
Bei Corona kann ich es aber leider nicht gänzlich ausblenden. Der Grund dafür ist, dass viele aus meinem direkten Umfeld mittlerweile diese Theorien auf Social Media verbreiten und immer mehr sich davon anstecken lassen.
Das hat mir psychisch dann doch etwas zugesetzt, da ich mit vielen diskutiert habe und mich von vielen Personen distanzieren musste, weil diese einfach nicht mehr tragbar waren.
Vor ein paar Tagen zum Beispiel, hat sogar jemand öffentlich in seiner Story auf Instagram dazu aufgerufen für die Freiheit zu demonstrieren und hat gemeint, dass Corona von Frau Merkel erfunden sei, um die deutsche Bevölkerung einzusperren. Einfach nur absurd.
Leider gibt es auch Menschen mit einer sehr großen Reichweite die solche Theorien täglich posten und damit gerade junge Menschen beeinflussen.
Zum Thema Verschwörungstheorien gibt es einen interessanten Beitrag der Landeszentrale für politische Bildung in Baden-Württemberg: https://www.lpb-bw.de/verschwoerungstheorien#c45486
Ich für meinen Teil denke, dass viele nicht mit der Situation, der Ausgangsbeschränkung zurechtkommen und sehr unzufrieden sind. Diese Personen suchen nach Zuspruch und Gründe gegen ihre momentane Situation um besser damit fertig zu werden. Dabei verstricken sie sich immer weiter in verrückte Theorien und verlieren sich darin.

Wie geht es weiter?

Corona ist noch immer präsent, trotz der Lockerungen ist der Virus noch nicht besiegt.
Wir haben einen Weg gefunden damit umzugehen und haben es akzeptiert, zumindest der Großteil der Bevölkerung.
Wir können davon sprechen, dass wir Corona bereits Mental besiegt haben. Trotzdem stellt der Virus uns weiterhin vor Herausforderungen, da die Wirtschaft bereits stark gelitten hat und seine opfer gefordert hat.
Darunter gibt es viele die ihren Job verloren haben oder durch Kurzarbeit um ihren Arbeitsplatz kämpfen. Ich persönlich befinde mich seit Beginn dieser Woche auch in Kurzarbeit.

Was uns bis Ende des Jahres noch erwartet ist, schwer abzusehen aber ich hoffe, dass es positiv ist und wir nicht mehr nur davon reden können, dass wir Corona mental besiegt haben.
Ich hoffe, dass bis dahin auch der letzte verstanden hat, dass wir das nicht erreicht haben, weil die ganze Sache erfunden war, sondern weil jeder einzelne seinen Teil dazu beigetragen hat.

Ich bitte auch hier noch einmal darum sich an die Regeln der Regierung zu halten und eher an den Meinungen von Experten zu glauben, als die vom Nachbarn um die Ecke.
Es kommt in diesen Zeiten vermehrt auf das miteinander und nicht gegeneinander an, mit Verschwörungstheorien schafft man nur das Gegenteil und das hilft gerade niemanden.
Es geht nicht darum wer recht hat, sondern was richtig ist und solange ich damit Menschenleben retten kann übernehme ich gerne die Verantwortung und tue alles dafür.

Bleib gesund und komm weiterhin gut durch diese Zeit.

Tony

 

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